Leitlinien

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Leitlinien des Kita-Stadtelternrates



Inhaltsverzeichnis

Aufgaben des Kita-Stadtelternrates

Der Kita-Stadtelternrat trifft sich ca. alle zwei Monate und setzt sich zum Wohle der Kinder für die Stärkung der Elternschaft aller Lüneburger Kitas ein. Er vertritt diese gegenüber den Kita-Trägern, der Verwaltung und der Politik der Stadt Lüneburg.Dazu gehört auch eine starke Öffentlichkeitsarbeit, die sowohl Transparenz für die Eltern schaffen soll, als auch die Arbeit der einzelnen Kitas darstellt. Er strebt eine gute Zusammenarbeit von Eltern und Kita-Mitarbeitern an. Als beratendes Mitglied des Jugendhilfeausschusses bietet sich dem Kita-Stadtelternrat in regelmäßigen Abständen ein Forum, die Interessen der Elternschaft an der entscheidenden Stelle zu formulieren. Die Mitglieder des Kita-Stadtelternrates werden regelmäßig per Mail und über die Homepage (www.stadtelternrat.net) über die aktuellen Geschehnisse informiert und haben die Möglichkeit, ihre Meinung zu konkreten Problemen zu äußern. So werden regelmäßig Meinungsabfragen gestartet, die vom Vorstand ausgewertet und weitergetragen werden. Der Kita-Stadtelternrat setzt sich ferner dafür ein, die Vielfalt der unterschiedlichen Lebensentwürfe von Familien anzuerkennen und lebbar zu machen. So ist es ebenso legitim, sein Kind fremdbetreuen und fördern zu lassen wie die Tatsache, es vielleicht erst nach vier Jahren für drei Stunden am Tag in eine Einrichtung geben zu wollen.

Visionen für die Zukunft

Kitas sind Bildungseinrichtungen

Dieses anzuerkennen und die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen, ist die Kernforderung des Kita-Stadtelternrates. Kitas sind positiv für die Entwicklung des Kindes. Der Stadtelternrat plädiert für die konsequente Umsetzung des Orientierungsplans für Bildung und Erziehung des Landes Niedersachsen, der seit Januar 2005 in Kraft ist. Er unterstützt ausdrücklich die dort genannten Ziele für die Entwicklung des Kindes:

1. Emotionale Entwicklung und Soziales Lernen

2. Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und Freude am Lernen

3. Körper – Bewegung – Gesundheit

4. Sprache und Sprechen

5. Lebenspraktische Kompetenzen

6. Mathematisches Verständnis

7. Ästhetische Bildung

8. Natur und Lebenswelt

9. Ethische und religiöse Fragen, Grunderfahrungen menschlicher Existenz

Der Kita-Stadtelternrat plädiert für eine höhere Anerkennung der Arbeit der ErzieherInnen in der Gesellschaft, basierend auf besserer Bezahlung, Ausbildung und besseren Arbeitsbedingungen. Die Gruppengröße sollte bei max. 15 Kindern (EU-Empfehlung: 15 Kinder – 3 bis 6 Jahre) bei zwei ErzieherInnen liegen, im Krippenbereich bei acht Kindern pro Gruppe (EU-Empfehlung: 8 Kinder – 1 bis 3 Jahre). Die Förderung der Kinder in Kindertagesstätten für u.a. einen erfolgreichen Schulstart muss nach einheitlichen Richtlinien stattfinden.

Flexibilisierung der Betreuungszeiten

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, müssen die Betreuungszeiten flexibilisiert und ausgeweitet werden. Der Stadtelternrat fordert die Verwaltung der Stadt Lüneburg und die Leitungen der Kindertagesstätten in Lüneburg auf, mehr Bereitschaft für flexible Betreuungszeiten zu zeigen und entsprechende Betreuungszeiten anzubieten. Zudem müssen deutlich mehr Zweidrittelplätze im Kitabereich geschaffen werden.

Ausbau der Krippenplätze

Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die flächendeckende Versorgung mit Krippenplätzen notwendig.

Finanzielle Eigenbeteiligung der Eltern verringern

Der finanzielle Eigenanteil der Eltern an den Betreuungskosten ist zu hoch. Kitas sind Bildungseinrichtungen, Bildung sollte in Deutschland beitragsfrei sein. Der Schulbesuch ist unentgeltlich, und es ist aus Sicht der Eltern nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet in der Kitabetreuung so hohe Beiträge anfallen. Der Kita-Stadtelternrat fordert die beitragsfreie Nutzung der Kitas.

Vereinfachung der Anmeldung

Um die Anmeldemodalitäten zu vereinfachen, schlägt der Kita-Stadtelternrat ein zentrales Anmeldeverfahren für alle Lüneburger KITAs vor.

Kooperation zwischen Kita und Schule

Der sanfte Übergang von Kita zu Grundschule ist dem Kita-Stadtelternrat ein großes Anliegen. Das wird auch ausdrücklich im neuen Orientierungsplan für Bildung und Erziehung des Landes Niedersachsen gefordert. Eine bindende und flächendeckende Kooperation zwischen Kitas und Schulen ist dringend geboten, sie wird bisher nur in Ansätzen verwirklicht. Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen benötigen hierzu fortwährend qualifizierten Informationsaustausch und Fortbildung.

Kooperation von Universität, Schulen und Kitas

Der Kita-Stadtelternrat wünscht sich, dass das Know-how der Universität in die Arbeit der Kitas eingebracht wird. So wären langfristige Kooperationen zwischen Kitas und angehenden GrundschullehrerInnen vorstellbar, so dass die Studierenden während ihrer Praktika auch in KITAs Erfahrungen machen und Aufgaben übernehmen können, z.B. Fremdsprachenangebot, musikalische Früherziehung, naturkundliche Projekte. Die Praktika werden generell schon jetzt von Lehrenden begleitet. Eine Erweiterung auf Erfahrungen in KITAs wäre dabei für alle Beteiligten vorteilhaft.

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